Obwohl die African Catholic Community Mannheim mit rund 40 bis 50 regelmäßigen Gottesdienstbesucher:innen eher klein wirkt, war die Gastfreundschaft der englischsprachigen Gemeinde riesig. Die Freude, die „extended family“ an diesem besonderen Tag willkommen zu heißen, war spürbar – in jeder Umarmung, in jedem Refrain und beim gemeinsamen Essen nach dem Gottesdienst.
Ermutigung bleibt
„Über Ländergrenzen, Dialekte und Kulturen hinweg verbunden zu sein“, berichtet Pfarrer Kizito Chinedu Nweke, der auch in der Stadtkirche Heidelberg tätig ist, sei eine echte Bereicherung. Für viele war es besonders schön, mit anderen in Deutschland lebenden Menschen mit afrikanischen Wurzeln, Gottesdienst zu feiern, sich kennenzulernen und auszutauschen. Die Gespräche über Herausforderungen – sowohl auf pastoraler Ebene als auch im persönlichen Leben – waren wichtig und stärkend. Dabei fanden die Teilnehmer:innen manchmal Trost und immer gegenseitige Unterstützung. „Es ist beeindruckend, wie sich die Gemeinden gegenseitig ermutigen.“
Denn klar ist auch: Die Gemeinden stehen oft vor ähnlichen Fragen. Wie gelingt gute Pastoral zwischen Tradition und Integration? Wie gehen wir mit Konflikten um, wenn verschiedene Sprachen, Kulturen und Erwartungen aufeinandertreffen? Als ehrlich und stärkend, beschreiben die Teilnehmenden den Austausch.
Ein Glaube, ein Ziel Liturgisch blieb man beim klassischen katholischen Ritus – mit einer fast greifbaren Glaubensfreude. „Besonders ist, dass wir, wenn wir unseren Glauben feiern, energetisch singen mit viel Rhythmus und dass sich unsere Freude oft auch in Tanz verwandelt“, genießt Kizito Chinedu Nweke auch als Pfarrer die besondere Atmosphäre der Gottesdienste seiner Gemeinde.
Der nächste regionale Kirchentag ist bereits in Planung – noch ohne festes Datum, aber mit klarer Vision: Die Gemeinden sollen Menschen verbinden, als große Gemeinschaft weiter wachsen und untereinander inspirieren. (schu)