Erinnern, Gedenken, Hoffen
31.10.2025 |
"Für trauernde Menschen da zu sein, gehört zum Grundauftrag der Kirche": Gottesdienste, Gräberbesuche, Trauercafés und Themenwoche für Jugendliche im
Im Monat November erinnern sich viele Menschen in besonderer Weise an Verstorbene aus ihrer Familie und dem Freundeskreis. Für Katholikinnen und Katholiken sind etwa die beiden Hochfeste „Allerheiligen“ (1.11.) und „Allerseelen“ (2.11.) zentral. Das Totengedenken ist daher gerade an diesem Wochenende zentraler Bestandteil der Gottesdienste.
Flankiert werden diese durch die Feiern direkt an den Orten des Erinnerns – auf den Friedhöfen:
Allerheiligen, 1. November
14 Uhr Totengedenken der polnischen Gemeinde auf dem Hauptfriedhof Mannheim am so genannten „Polenfeld“
15 Uhr - Gräberbesuch Friedhof Ilvesheim Mitte
15 Uhr - Gräberbesuch Friedhof Käfertal
15 Uhr - Wort-Gottes-Feier in der Trauerhalle auf dem Friedhof Neckarau
15 Uhr - Gräberbesuch Friedhof Sandhofen
15 Uhr - Totengedenken in der großen Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof Mannheim
Allerseelen, 2. November
16 Uhr - Ökumenischer Gräberbesuch mit Lichterweg.
Segensfeier am Priestergrab: 7. November, 11 Uhr - Hauptfriedhof
Ebenfalls auf dem Mannheimer Hauptfriedhof findet am 7. November um 11 Uhr eine Segensfeier am Priestergrab statt. Dekan Karl Jung ehrt dabei das Andenken der Priester, die in den vergangenen Jahrzehnten im Dekanat Mannheim Menschen begleitet haben. Weithin sichtbar durch die Christus-Statue, ist das 1957 angelegte Grabmal ein Zeichen des Glaubens an die Auferstehung.
Predigt im Dialog: 2. November, 18 Uhr - Jesuitenkirche
Um den christlichen Glauben angesichts des Todes geht es an Allerseelen 2. November in den Gottesdiensten. Ein besonders Format wählt Pater Werner Holter SJ. Er gestaltet die Predigt im Dialog um 18 Uhr in der Jesuitenkirche Mannheim. Pater Werner Holter SJ spricht dazu mit Pastoralreferentin Tamara Danilenko über Trost, Hoffnung und Mitmenschlichkeit.
"Für trauernde Menschen da zu sein, gehört zum Grundauftrag der Kirche", betont auch der katholische Stadtdekan Karl Jung. Daher sind an den Totengedenktagen gleich an mehreren Orten auch Trauercafés geöffnet. Ausgebildete Haupt- und Ehrenamtliche haben dort – ganzjährig – ein offenes Ohr und tröstende Worte für all diejenigen, die einen geliebten Menschen schmerzlich vermissen. Am 1. November finden Trauernde daher im Emmaus-Café auf dem Friedhof Rheinau von 14-17 Uhr Ansprechpartner:innen. Am 2. November öffnet das Trauercafé auf dem Mannheimer Hauptfriedhof von 14.30 bis 16 Uhr in der kleinen Trauerhalle. Ebenfalls an Allerseelen, 2. November, können Trauernde ab 16 Uhr auf der so genannten „Trauerbank“ auf dem Friedhof Wallstadt Platz nehmen. Wer mag, geht den ökumenischen Gräberbesuch mit Lichterweg zum Abschluss mit.
Aber auch über den Monat hinaus hat die Katholische Kirche ein Ohr für Menschen, die trauern. Das ganze Jahr über sind haupt- und ehrenamtliche Seelsorgende für die Angehörigen, Freunde und Bekannten von Verstorbenen da. Um Trauercafé an Maria Hilf, Almenhof, am 16. November von 14.30 bis 16 Uhr; im ökumenischen Trauercafé auf dem Waldfriedhof, Gartenstadt, am 23. November von 14.30 bis 16.30 Uhr.
„Trauer berührt den Menschen ganz elementar“, wissen die Profis in Sachen Trauerbegleitung in den Gemeinden, Kliniken und den Hospizdiensten. Trauer sei sehr individuell: Während die einen das Gespräch suchen, tut es anderen gut, Zeit für sich zu haben.
Gedenkgottesdienst für trauernde Menschen
27. November, 18 Uhr - Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara
Am 27. November um 18 Uhr laden die ambulante ökumenische Hospizhilfe des Caritasverbands und das Bildungszentrum sanctclara zudem zu einem Gedenkgottesdienst ein. Die Andacht richtet sich an Menschen, die selbst Abschied nehmen oder andere in schweren Stunden begleiten. Unter dem Motto „Trittsteine auf meinem Weg“ bietet der Gottesdienst Raum für stille Reflexion, gemeinsames Gedenken und bewusstes Innehalten.
Themenwoche „Goodbye – Tod. Trauer. Hoffnung“ für Jugendliche
Und weil Trauer weder Ferien noch eine Altersbeschränkung kennt, widmet auch die Katholische Jugendkirche SAMUEL dem Thema eine ganze Woche unter dem Titel „Goodbye – Tod. Trauer. Hoffnung“. Vom 3. bis 14. November können sich Jugendliche mit Sterblichkeit, Trauer und Hoffnung im Gotteshaus am Luisenring 33 auseinandersetzen. Die Woche bietet die Gelegenheit, die christliche Perspektive zu entdecken, die über den Tod hinaus Hoffnung schenkt.
Besucher:innen können dazu an einer Stationenrallye teilnehmen, die Gedanken über den Himmel, Trauerrituale und den Abschied von Verstorbenen einschließt. Für Gruppen werden Termine individuell vereinbart, für Einzelbesucher gibt es offene Führungen.
Den besonderen Auftakt bildet der YouGo! Jugendgottesdienst an Allerseelen, 2. November, den Teilnehmer:innen des Gruppenleitergrundkurses mit vorbereitet haben. Wer möchte, kann vorab per E-Mail an arturo.mispireta@kathma-jugend.de oder via Instagram-PN @jugendkircheSAMUEL eine Kerze für eine verstorbene Person anmelden, die im Gottesdienst entzündet wird. 
