5.8.1. Kirche auf Franklin

 

Kurzbeschreibung des Arbeitsbereichs

„Kirche auf Franklin“ ist ein Projekt der Erzdiözese Freiburg, der Kath. Kirchengemeinde Mannheim Maria Magdalena sowie der Ev. Landeskirche in Baden und der Ev. Kirche in Mannheim.
Die Ev. Landeskirche hat Pfr. Bernd Brucksch für das Projekt beauftragt, von der Erzdiözese Freiburg Pastoralreferent Richard Link.
Die Aufgabenstellung besteht darin, in ökumenischer Zusammenarbeit die Entstehung einer konfessionsübergreifenden christlichen Gemeinschaft im neu entstehenden Stadtteil Franklin anzustoßen.
Kirche auf Franklin richtet den Blick auf die Menschen im Stadtteil mit ihren Bedürfnissen, Gaben und Ressourcen. Daraus und im Hören auf Gott ergeben sich aktuelle Themen und Formate. So bilden sich immer wieder Initiativen und Teams, die mit Unterstützung der hauptberuflichen Projektbeauftragten entsprechende Formate entwickeln und umsetzen (z.B. Digitale Paarabende, Grüße zu Muttertag und Vatertag, Gottesdienste zu Hochfesten, Kinderchor, Ermutigungskarten während der Pandemie) – immer ökumenisch.
Derzeit (2023) arbeitet das Projektteam in Kooperation mit dem CVJM Mannheim auf die Gründung einer ökumenischen neuen Form von Kirche (FreshX) in Vereinsform hin. „YChurch. Kirche auf Franklin.“ (engl. „Y“ steht für young; deutsch: jung).
 
Bezüge zum Zukunftsbild Stadtkirche:
„Die Stadtkirche zeichnet sich durch das respektvolle Zusammenspiel der verschiedenen Dienste, Ämter und Begabungen aus. Alle Getauften begegnen sich im Bewusstsein ihrer gemeinsamen Taufwürde und Verantwortung mit Wertschätzung und auf Augenhöhe. Grundlegende Prinzipien sind Solidarität, Subsidiarität und Geschwisterlichkeit. So entsteht Engagement, das bestimmt ist von den Gaben und Fähigkeiten der Handelnden.“ (Zukunftsbild, S. 2).
 
„Die Menschen vor Ort in den Gemeinden und Pfarreien verstehen sich selbst als Teil der Stadtkirche. Diese stellt sicher, dass kirchliches Leben in Mannheim vielfältig erlebbar ist.“ (Zukunftsbild, S. 2).
 
„Die Konzentration auf Personen und Themen sowie der Abschied von Überholtem ergänzen sich und ermöglichen Innovation …. Maßgeblich für die Stadtkirche sind die Fähigkeiten und Kompetenzen der Handelnden sowie die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppen.“ (Zukunftsbild S. 3).
 
„Die Stadtkirche ist vernetzt mit anderen Kirchen und Religionen sowie mit der Stadtgesellschaft und -Politik. In diesem Netzwerk bringt sie den christlichen Glauben und die damit verbundenen Grundwerte ins Spiel. …
Die Stadtkirche ist vernetzt mit Akteuren außerhalb der katholischen Kirche und erschließt sich so andere Lebensorte, an denen sie bisher nicht oder nur in geringem Umfang präsent ist. Sie ist sowohl missionarisch als auch caritativ tätig.“ (Zukunftsbild, S 3f.).
 
„Die Stadtkirche orientiert sich mit ihren Angeboten an den Bedürfnissen der Menschen. Le-bensphasen und -formen, Herkunft, Alter, Milieu und Themen werden berücksichtigt.
Die Stadtkirche orientiert sich nicht nur an den profilierten Orten und in den Thementeams an ihren Zielgruppen. Sie ist geprägt von einer Kultur, in der man auf Menschen zugeht. Menschen werden aktiv angesprochen und ermutigt, sich aktiv zu beteiligen. Die Akteure der Stadtkirche gehen an die Orte, an denen sich die jeweiligen Zielgruppen aufhalten.“ (Zukunftsbild, S. 3f.).
 

Ausgangssituation

Die Entstehung eines neuen Stadtteils mit voraussichtlich 9.000 bis 10.000 Bewohner*innen auf dem Gelände einer früheren amerikanischen Militärsiedlung.
Die Pioniersituation für alle, die dorthin ziehen. Damit einhergehend die Offenheit vieler für Neues und das große Bedürfnis nach einer Community vor Ort – auch im Glauben.
Der ausdrückliche Wunsch vieler nach ökumenischer Zusammenarbeit der Kirchen.
Die Tatsache, dass der weitaus größte Teil der Bevölkerung im neuen Stadtteil junge Menschen sind, viele davon junge Familien und Paare in der Familiengründungsphase.
So lag beispielsweise der Anteil der Kinder und Jugendlichen von 0-18 Jahren in Franklin bei mehr als 29 %. Das sind doppelt so viele wie im Gesamtschnitt der Stadt Mannheim.

Ziele:

Die „YChurch. Kirche auf Franklin“ entwickelt und pflegt eine Willkommenskultur, die von gegenseitigem Respekt geprägt und offen für die Menschen ist.
Sie ist eine Kirche, die hingeht zu den Menschen, sie aufsucht und bei ihnen bleibt.
Die „YChurch. Kirche auf Franklin“ ist mittendrin, alltagsrelevant, gesellschaftsprägend und niederschwellig. Sie macht Nachbarn Lust, sich gegenseitig einzuladen und kirchliche Angebote auf ihre Art und Weise mitzugestalten.
Sie fördert Beziehungen und die Gaben ihrer Mitglieder. Die Mitglieder der Kirche auf Franklin suchen und finden gemeinsam Wege, füreinander da zu sein, ihren Glauben zu teilen und Gott zu feiern.
Die „YChurch. Kirche auf Franklin“ legt ihren Schwerpunkt auf Familien in all ihrer Vielgestaltigkeit. Ziel ist es, dass die Potenziale von Gemeinde und Familie sich gegenseitig ergänzen. Daher werden Angebote so entwickelt, dass Familien sie gemeinsam besuchen können und sie insbesondere auf Kinder ausgerichtet sind.
Die „YChurch. Kirche auf Franklin“ arbeitet mit dem Eine-Welt-Forum-Mannheim e.V., Duha e.V. Verein für soziale Dienste, MWSP (und anderen Interessenten) auf eine gemeinschaftliche Anmietung von Räumen in der noch zu sanierenden und umzubauenden Franklin Church hin.
„YChurch. Kirche auf Franklin“ ist Teil eines kirchlichen Netzwerkes aus evangelischen Ortsgemeinden, der kath. Pfarrei neu mit ihren Gemeinden, aus Dekanaten und Landeskirche bzw. Diözese sowie den verschiedenen Ebenen des CVJM. Diese sichern durch ihre ideelle und finanzielle Unterstützung sowie durch die personelle Ausstattung unsere Arbeit.

Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich):

Aktueller Stand der personellen hauptamtlichen Ressourcen (2023):
  • 50%-Stelle der katholischen Kirche / Erzdiözese Freiburg
  • 50%-Stelle der evangelischen Kirche / Evangelische Landeskirche in Baden (hier laufen aktuell weitere Gespräche über eine weitere Anstellung)
  • 25%-Stelle des CVJM Mannheim
Darüber hinaus bringen sich verschiedenste Menschen ehrenamtlich ein.

Räume:

2 gemeinsam zu nutzende Gruppenräume
1 gemeinsam zu nutzendes Büro
1 Seelsorge- bzw. Gesprächszimmer
1 gemeinsam zu nutzender multifunktionaler Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen
Angestrebt wird die Anmietung dieser Räume in der Franklin Church (s.o.).

Finanzielle Ressourcen:

Für die Zukunft wäre es wichtig, dass ein gemeinsames Budget der „YChurch. Kirche auf Franklin entsteht.“ Dementsprechend müssten alle Projektpartner auf Basis ihrer Möglichkeiten finanzielle Ressourcen in diesen Topf einzahlen. Ebenso können Menschen in diesen Topf für die „YChurch. Kirche auf Franklin“ spenden. Aus diesem Topf können dann die Veranstaltungen und Programme finanziert werden. Zukünftige Anstellungen könnten dann über den ehrenamtlichen Vorstand sowie den Verein abgewickelt werden.
Diese Mittel sollten nach Rücksprache von der Kath. Kirchengemeinde Mannheim Maria Magdalena, von der Evangelischen Kirche Mannheim sowie vom CVJM Mannheim getragen werden.
Die aktuellen hauptamtlichen Ressourcen und weiteren Mittel, die eingebracht werden, sind als Starthilfe für die YChurch. Kirche auf Franklin zu verstehen.
 
19.04.23 Richard Link